Sprache

Es gibt Menschen, die behaupten, Katzen wären unberechenbar. Dieser Aussage liegen jedoch meistens Missverständnisse zugrunde.

Jede Aktion, die Katzen ausführen, werden von ihnen sozusagen angekündigt. Man muss nur die Signale kennen und respektieren, sonst kann es passieren, dass man eine gewischt bekommt.

Bekannt sind Drohgebärden, wie das Fauchen und der Katzenbuckel. Diese Haltung findet man zumeist dann, wenn die Katze auf einen Hund trifft und sich im Verteidigungsfall befindet. Allerdings macht sie auch einen Buckel, wenn sie aufwacht und sich reckt und streckt. Dann fühlt sie sich wohl. Am bekanntesten ist wohl das Schnurren, das Wohlbehagen der Katze bedeutet. Wenn sie dann noch zusätzlich auf Ihnen herumtretelt, dann fühlt sie sich wie bei Muttern. Beim Treteln bewegt sie ihre Vorderpfoten und tritt auf der Stelle, wobei sie ihre Krallen ausfährt und wieder einzieht. Am besten man wappnet sich mit einer Decke auf dem Bauch, sonst kann es ziemlich schmerzhaft werden.

Wenn Ihre Katze Ihnen mit hocherhobenem Schwanz entgegenkommt, ist sie freundlich gestimmt und will gestreichelt werden. Meistens gibt sie dann noch "Köpfchen" und zeigt Ihnen damit, wie sehr sie Sie mag.

Wenn sie etwas will, zeigen Katzen es auf ihr Weise und daher sehr unterschiedlich. Unser Thompson z.B. kratzt nervenzerrend an der Haustür, und das nicht nur, wenn er nach draussen möchte. Lissy läuft ständig zwischen uns und Tür oder Fressnapf hin und her und zeigt uns so, was sie möchte. Charlie wiederum miaut einfach ganz laut und streicht um die Beine.

Schnattert Ihre Katze manchmal?
Das macht sie, wenn sie z.B. auf der Fensterbank sitzt und draussen einen Vogel beobachtet und erkennt, dass die Beute für sie nicht erreichbar ist.

Auch sonst weisen Katzen ein umfangreiches akustisches Repertoire auf. Das Schnurren wurde schon erwähnt. Das Miauen reicht vom sanftem Begrüssungston bis hin zu lautstarken Rufsignalen, die sehr unterschiedlich sein können und verschiedene Stimmungen der Katze wiedergeben. Wenn Sie genau hinhören, werden Sie schnell herausbekommen, ob Ihre Katze Sie nur freundlich begrüssen möchte oder Ihnen zu verstehen geben will, dass z.B. der Futternapf leer ist, oder sie sich ärgert und damit ihren Protest kundgibt.

Je besser Sie die Sprache Ihrer Katze verstehen und Sie nicht ignorieren, je weniger besteht die Gefahr, dass es aufgrund von Missverständnissen zu schmerzhaften Folgen kommt.