Katzenhalterin haftet nicht für tote Taube
Nach dem tragischen Tod seiner Sieger-Taube durch den Angriff einer Katze ist ein Brieftaubenzüchter mit einer Schadensersatzklage vor dem Siegener Landgericht gescheitert. Das Gericht wies gestern die Klage auf Zahlung von 34 000 Euro gegen eine Katzenhalte-rin aus der Nachbarschaft des Mannes im siegerländischen Wenden ab. Die wertvolle Taube war im vergangenen März an einem Genickbruch gestorben: Sie war in Panik gegen einen Draht geflogen, nachdem eine Katze auf ihre Voliere gesprungen war. Es sei nicht erwiesen, dass der Kater der beklagten Frau für den Tod des Tieres verantwortlich sei, machte das Gericht deutlich. Es habe sich herausgestellt, dass es in der Nachbarschaft des Brieftaubenzüchters mehrere Katzen gebe, die dem Kater ähnlich sind. Deshalb hatte sich das Gericht nicht damit beschäftigt, ob die Halterin zum Schadensersatz verpflichtet ist. Die Taube des Mannes hatte zahlreiche Preise errungen, u. a. auch einen Olympia-Sieg.
LG Siegen, Az.: 5 0 31/05

Quelle: Nordwest-Zeitung Oldenburg

Hundebiss darf Herrchen nicht mehr als 3.000,--DM kosten

Beißt ein Hund eine Katze, was eine kostspielige Behandlung zur Folge hat (hier:Tierarztrechnungen über 4.600 Mark), so braucht der Hundehalter (bzw. seine Haftpflichtversicherung) sich daran nur mit maximal 3.000 Mark zu beteiligen, da solche Kosten nicht "ins unermessliche" gehen dürfen.
Landgericht Bielefeld, 22 S 13/97

Wer füttert, "besitzt"

Wer eine zugelaufene Katze regelmäßig füttert und teilweise beherbergt, der gilt als Tierhalter, mit der Folge, dass er für den Schaden aufkommen muss, den das Tier angerichtet hat, weil es über die Straße gelaufen ist und ein Autofahrer deshalb vor eine Mauer fuhr.
Langericht Paderborn, 5 S 35/95)

Alkohol im Blut: 1,45 Promille - kein Schadenersatz -

Verursacht ein Motorradfahrer mit 1,45 Promille Alkohol im Blut einen Auffahrunfall, so kann er sich nicht mit dem Hinweis entlasten, er habe einer Katze ausweichen wollen.
Oberlandesgericht Koblenz, 10 U 201/91