Kein generelles Verbot der Haltung von Haustieren

Eigentümer einer Wohnungsgemeinschaft können nicht einhwitlich beschließen, dass das Halten von Haustieren generell verboten ist. Ein Eigentümer darf nicht schlechter als ein Mieter gestellt sein. So ist das Halten von ungefährlichen Kleintieren nicht untersagbar.

Nicht erlaubt ist es, das Halten von Hunden und Katzen in einer Eigentumswohnung generell zu verbieten. Das Landgericht Berlin sieht darin eine unzulässige Beschränkung der Persönlichkeitsrechte. Ganz kann die Katzenhaltung nicht verboten werden. Selbst dann nicht, wenn dieser Beschluss, einmal gefällt, nachfolgende Halter von Katzen konfrontiert. Diese können den Paragrafen anfechten.
Landgericht Berlin, 24 W 267/91

Artgerechte Haltung der Katzen muss möglich sein

Für Katzen, die Freilauf gewohnt sind, ist ein Beschluss der Eigentümer, die Tiere küMnftig in der Wohnung zu halten, nicht zulässig. Wenn die Katzenhaltung rechtmäßig ist, dann muss auch eine artgerechte Haltung der Katzen möglich sein.
Amtsgericht Hannover, 8611 76/86

Belästigungen durch die nachbarliche Katze

Andere Wohnparteien können sich durch Belästigungen der nachbarlichen Katzen wehren. Das Einwirken der Katzen in fremde Wohnungen oder Grundstücke muss das übliche Maß überschreiten. "Das bloß vereinzelte Eindringen fremder Katzen in Nachbarhäser kann grundsa¨tzlich nicht als Besitz - oder Eigentumsstörung angesehen werden".
Oberlandesgericht Koblenz, 3U 834/88