Darmparasiten


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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Geliebte Katze

Wohnungkatzen tragen zwar das kleinere Risiko, gefeit gegen Würmer sind sie jedoch nicht. Zum einen können sie sich mit den Würmern bereits als Kätzchen infiziert haben und zum anderen können Wurmeier als blinde Passagiere mit den Schuhen in die Wohnung gebracht werden. Naturgemäß sind Freilaufkatzen gefährdeter, sich die Schmarotzer zu holen.
Würmer schaden der Katze grundsätzlich, indem sie mit ihr um Nährstoffe konkurrieren. je nach Stärke des Wurmbefalls und der Widerstandskraft des Tieres richten sie unterschiedlichen Schaden an. Während erwachsene gesunde Katzen symptomlo.s Würmer mit sich herumschleppen kön nen, stellt ein schwerer Wurmbefall für ein Kätzchen Lebensgefahr dar. Zusätzlich zur Konkurrenz um die Nahrung können Würmer der Katze aber auch noch anders schaden.

Rundwürmer und Bandwürmer

Man unterscheidet grob Rundwürmer und Bandwürmer. Die häufigsten Rundwürmer der Katze sind Spulwürmer, Hakenwürmer und Magenwür mer. Mit Spulwürmern können sich die Kätzchen bereits über die Muttermilch infizieren, wenn ihre Mutter Trägerin von inaktiven Spulwurmlarven ist. Durch die hormonelle Umstellung während der Trächtigkeitwerden diese Larven aktiviert und wandern in die Milchdrüse, wo die Welpen sie dann mit der Milch aufnehmen.
Im Körper des Kätzchens begeben sich die Larven wieder auf Wanderschaft und schädigen dabei Leber und Lunge.Daher entwurmt man Kätzchen routinemäßig alle zwei bis drei Wochen. Die Entwurmung gegen Spulwürmer ist auch deshalb so wichtig, weil sich durch die Spulwurmeier auch Menschen und insbesondere Kinder infizieren können.
Auch Hakenwürmer werden mit der Muttermilch übertragen. Daneben besteht Infektionsgefahr durch die Eier und Larven, die sich durch die Haut bohren können. Hakenwürmer verletzen die Darmschleimhaut und können schwere Blutungen verursachen. Die Infektion mit dem Magenwurm erfolgt, wenn die Katze in Kontakt mit dem Erbrochenen einer anderen Katze kommt. Magenwürmer können die Ursache chronischer Magenschleimhautentzündungen sein.

Würmer gezielt bekämpfen

Um die Magenwürmer zu diagnostizieren, braucht der Tierarzt frisch Erbrochenes der Katze. Soll die Katze auf den Befall mit anderen Würmen hin untersucht werden, braucht der Tierarzt eine, manchmal aber auch mehrere frische Kotproben.
Da die Würmer aber nicht pausenlos Eier produzieren, kann eine Probe ohne Befund sein, obwohl der Katzenbauch voll mit den Schmarotzern ist.
Sofern die Katze kein rohes Fleisch erhält, stellen Bandwürmer bis auf zwei Ausnahmen kein Problem dar. Die erste Ausnahme ist der Gurkenkernbandwurm. Ihn fängt sich die Katze ein, wenn sie infizierte Flöhe frisst. Die beste Vorbeugung gegen einen Befall ist die Flohbekämpfung.
Die zweite Ausnahme ist der Fuchsbandwurm. Der Katze schadet dieser Wurm nicht, für den Menschen stellt er eine tödliche Gefahr dar. Er wird von Mäusen und anderen Nagern auf die Katze übertragen. Passionierte Mäusejägerinnen sollten regelmäßig gegen ihn entwurmt werden. Irgendein "Wurmmittel" bringt übrigens nichts. Würmer wollen gezielt behandelt werden, die richtigen Medikamente gibt es bei Ihrem Tierarzt.

Barbara Welsch, Tierärztin






Die häufigsten Wurmarten
Wurmarten

Übertragung Gefahr
Bandwürmer
Fuchsbandwurm

Gurkenkernbandwurm


andere Bandwürmer


Mäuse, Ratten, Kleinnager

Flöhe


rohes Fleisch



für die Katze ungefährlich, für den Menschen lebensgefährlich.

Verdauungsstörungen, bei starkem Befall Darmverstopfung

S.o.

Rundwürmer
Spulwürmer






Hakenwürmer


Magenwürmer


Die Mutter kann die Welpen während der Trächtigkeit oder über die Milch infizieren. Spulwurmeier in der Umgebung oder an Straßenschuhen




Aufnahme von Wurmeiern, Larven können sich durch die Haut bohren.


von Katze zu Katze


Bei starkem Befall Mangelerscheinungen,
Verdauungsstörungen,
bei Welpen Lungenentzündungen, Kinder sind durch Wurmlarven
gefährdet.

Blutarmut, schwere Durchfälle, Abmagerung, struppiges Fell

schwere Magenentzündungen mit Erbrechen