Allergien


Quelle: KATZEN EXTRA Nr. 1/2002
Autorin: Gabriele Metz
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des SYMPOSION Verlages

Kater "Luca" wirkt höchst unzufrieden.
Sein Rückenhaar ist leicht gesträubt
und seine gesenkte Kopfhaltung verheißt
nichts Gutes. Unwirsch lässt sich der fünf-
jährige Stubentiger auf den Allerwertesten
plumpsen. Seine rechte Hinterpfote schnellt
mit gespreizten Krallen hervor und dringt in
das dichte Fell des Halsbereichs ein.

"Luca" kratzt sich, dass die Fellbüschel nur
so fliegen. Nachdem er mit der rechten Seite
abgerechnet" hat, ist die linke Körperhälfte dran.
Immer wieder fahren die scharfen Krallen durch
das Fell. Stellenweise ist die Haut schon eingeritzt
und manche Schrammen bluten sogar leicht.
Endlich Ist die unschöne Angelegenheit beendet.
Luca erhebt sich mit gequältem Gesicht,
schüttelt sich und zieht trübselig von dannen.
Dieser fürchterliche Juckreiz wird ihn wohl noch umbringen.

Ein weit verbreitetes Übel

"Luca" ist ein Allergiker. Er teilt ein Schicksal, das mehr Katzen betrifft als man viel leicht vermuten mag. Allergische Reaktio nen scheinen allgemein zuzunehmen. Nicht nur Katzen sind davon betroffen, sondern auch zahlreiche andere Haustiere und natürlich auch der Mensch.
"Jede sechste Katze erkrankt derzeit mindestens einmal in ihrem Leben an einer Allergie beziehungsweise Unverträglichkeitsreaktion. Diese Begriffe tauchen auch immer häufiger in Fachzeitschriften und Boulevard blättern auf; doch kaum jemand weiß damit richtig umzugehen; am wenigsten die konventionelle Medizin", proklamiert Dr. med.vet. Wolfgang Becvar. Er vertritt die Ansicht, dass allergische Phänomene keineswegs materialistischer Natur sind und kritisiert das mangelnde Verständnis für die tatsächlichen Hintergründe des Krankheitsgeschehens. Auf diese Weise könne keine befriedigende Lösung des Problems erfolgen.

Allergene

Um das Wesen der Allergie zu verstehen, sollte man sich zuallererst mit der etymologischen Bedeutung des Wortes befassen. Der Begriff "Allergie" geht nämlich auf das griechische Wort "allergos"" zurück, das in etwa mit "andersartig, überschwänglich reagieren" übersetzt werden kann. Die Wortbedeutung impliziert folglich ein Abweichen von der Norm, das durch einen bestimmten Auslöser verursacht wird, Faktoren, die eine allergische Reaktion auslösen, werden allgemein als Allergen bezeichnet. Laut Becvar kann im Grunde genommen alles und jeder irgendwann zum Allergen mutieren, wenn bestimmt Umstände zusammenkommen. Die Wissenschaft entdeckt fast täglich neue Allergene und dennoch gibt es Lebewesen, die gegen alle erdenklichen Auslösefaktoren immun zu sein scheinen, während andere erkranken. Wie ist das möglich?


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Schattenbereiche des Ichs

Dr. med. vet. Wolfgang Becvar hält diesbezüglich eine eigenwillige und überaus gewagte Antwort parat: "Der Allergiker ,sucht' sich sein Allergen aus, Mehr oder weniger unbewusst erklärt die Persönlichkeit den einen oder anderen Stoff beziehungsweise Artgenossen oder Menschen zum Feindbild, über das sie ihre Aggressionen ablaufen lassen kann. Es sind vielfach die eigenen Schattenbereiche', wie es die Psychologie nennt, die uns in der Reflexion der Umwelt zu solch abwehrenden Reaktionen veranlassen. Im Detail bedeutet das, dass der Allergiker mit gewissen Dingen, Situationen oder Personen (beziehungsweise deren Charaktereigenschaften) auf Kriegsfuß' steht, weil diese äußeren Muster nicht in sein Bewusstseinskonzept passen.

Der Naturheilkundler sieht folglich einen direkten Zusammenhang zwischen der allergischen Reaktion und den Tiefen der Psyche. Der allergieauslösende Faktor wird zum Feindbild der eigenen Persönlichkeit und die Allergie selbst zur Möglichkeit, angestauten Aggressionen hemmungslos freien Lauf zu lassen. Möchte man den Worten Dr. med, vet. Wolf gang Becvars Glauben schenken, so sind Allergien ein Zeichen für eine unüberwindbare Kluft zwischen dem eigenen Ich und der Umwelt. Die Außenwelt und das Unterbewusstsein sind nicht im Einklang. Diese permanente Disharmonie provoziert auf Dauer eine krankhafte Reaktion des Körpers.

Können Katzen Aggressionen einfach ausniesen?

Angestaute Aggressionen können sich nach Ansicht des Naturheilkundlers auf unterschiedliche Art und Weise Luft machen. Plötzliche Niesanfälle, asthmatische Beschwerden, juckende Hautausschläge, Durchfall, häufiges Erbrechen und andere Symptome kommen angeblich unter anderem als Ventilfunktion infrage. Die Toleranzgrenze des Körpers (und natürlich auch der Psyche) ist generell als niedrig einzustufen. "Letztere verringert sich mit der manifesten Verneinung des anstehenden Themas, mit dem sich das Individuum besonders auseinander zu setzen hätte`, präzisiert Dr. med. vet, Wolfgang Becvar.

Anstatt diesem Bedürfnis Folge zu leisten, werden die bestehenden Konflikte ins Unterbewusste verdrängt, wo sie großen Schaden anrichten können. Das Unterbewusstsein reagiert mit "überschießenden Reaktionen" und macht so symbolhaft auf ungelöste Probleme aufmerksam. Der Naturheilkundler betont, dass bei Katzen und anderen Haustieren ein weiterer Faktor erschwerend hinzukäme: Stubentiger unterliegen in der Regel einer aufgezwungenen Lebensweise (Wohnungshaltung, Freigang, Dosennahrung, selbst gekochtes Futter, Einzelhaltung, Gruppenhaltung), gegen die sie sich nicht wirklich zur Wehr setzen können. Eine allergische Reaktion ist folglich eine der wenigen, nonverbalen Signalmöglichkeiten des Körpers, wenn es gilt, auf Missstände hinzuweisen.


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Symbole

"Da die Sprache des Universums eine symbolhafte ist, wird dem Allergiker jeweils in verschlüsselter Form mitgeteilt, in welchen Bereichen seine Themen liegen. Das zu klären, verlangt von jedem Betroffenen Offnung und Bereitschaft, die Schattenteile liebevoll anzuschauen und zu integrieren; vielfach bedarf es zudem äußerer Hilfe, um die Symbolik deuten zu können", erklärt Dr. med. vet. Wolfgang Becvar. Der renommierte Naturheilkundler geht davon aus, dass die Veranlagung für Allergien einerseits in manchen Fällen genetisch veranlagt sein mag, aber ohne Frage auch durch anhaltende Reize im Laufe des Lebens erworben werden kann. Im Fall einer erworbenen Allergie, die sich erst im Laufe von Monaten oder sogar Jahren entwickelt, wird der Katzenorganismus auf ein bestimmtes Allergen geprägt'. Es kommt zu einer progressiven Sensibilisierung, die in letzter Konsequenz zum Auftreten der allergischen Reaktion führt.

"In Einzelfällen zeigt sich das allergische Geschehen jedoch so plötzlich und unerwartet, mit heftigen, schockartigen Reaktionen einsetzend, dass das betroffene Individuum tatsächlich in Lebensgefahr gerät. In diesem Fall ist das Immunsystem regelrecht hilflos, weil der Persönlichkeit jegliche Basis zur Problembewältigung fehlt", betont Dr. med. vet. Wolfgang Becvar.


Der Schlüssel zur Lösung

Die Heilung einer Allergie könne nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn man anerkenne, dass das Allergen selbst keine Schuld trage. - Ansonsten müssten schließlich alle Lebewesen aufgrund dieses einen Allergens erkranken. Wenn dies jedoch nur bei einzelnen Individuen der Fall sein, läge das Problem ganz offensichtlich beim Kranken und nicht beim auslösenden Faktor. Das Allergen werde regelrecht erarbeitet und gebe Hinweise auf die Bewusstseinsebene, in der das durch Intoleranz oder Aggression bedingte Problem zu suchen ist.

"Wird das Symbol - Baum - und Gräserpollen, Tierhaare, Weizen, Zitrusfrüchte usw.- jedoch auf die rationale Ebene transferiert, lässt sich der Schlüssel zur Lösung der Problematik Allergie ganz klar finden, so Dr. med. vet. Wolfgang Becvar. Allergieauslösende Faktoren wurzeln folglich in den Tiefen der Psyche und genau dort müssen sie nach Ansicht des Naturheilkundlers auch bekämpft werden. Becvar betont, dass das Vorhandensein angestauter Aggressionen und nicht artgerechte Haltungsbedingungen die Allergiebereitschaft einer Katze erheblich steigern können. Manchmal sei allerdings auch eine genetische Veranlagung für Allergien vorhanden und auch eine einseitige Ernährung, Insektenstiche und Umweltgifte könnten zur Entstehung einer allergischen Hautreaktion beitragen.

Wie geht man mit Allergien um?

Bevor man entscheidet, wie im Einzelnen gegen die Allergie vorgegangen werden soll, muss sich der Katzenhalter erst einmal ein genaues Bild von der bestehenden gesundheitlichen Störung machen. Das allergische Geschehen drückt sich - abhängig von der individuellen Disposition - an bestimmten Körperstellen aus. Dr. med. vet. Wolfgang Becvar erwähnt in diesem Zusammenhang folgende Bereiche.

der Verdauungstrakt. Oft liegen diesen Beschwerden chronische Verdauungsprobleme zugrunde.

der Atmungstrakt: Heuschnupfen, Sinusitis und Asthma müssen in Betracht gezogen werden.

die Gelenke: Häufig lassen sich schmerzhafte Schwellungen beobachten, die von Gelenk zu Gelenk wandern können.

das Auge: Heftig juckende Bindehautentzündungen sind in diesem Bereich besonders häufig zu beobachten.

die Haut: Futtermittelunverträglichkeiten, Insektenstiche oder direkter Kontakt mit allergenen Umweltreizen kommen als Auslöser infrage.
Da allergische Reaktionen der Haut besonders häufig zu beobachten sind, soll kurz näher auf sie eingegangen werden:

Hautausschläge

Hautausschläge (Ef floreszenz) sind weit verbreitet und gehen häufig mit Juckreiz einher. Die unansehnliche Hautreaktion kann innere und äußere Ursachen haben, wobei die Berücksichtigung psychischer Aspekte in jede Behandlung mit einbezogen werden sollte. Wer unter juckendem Ausschlag leidet, hat in der Regel nur ein Ziel: Das quälende Jucken so schnell wie möglich zu lindern. Natürlich soll auch unsere Katze nicht unnötig leiden. Das ist Grund genug, möglichst rasch eine juckreizstillende Behandlungsmethode zu finden.

Dr, med. vet. Becvar betrachtet den Sinn des Juckreizes jedoch aus einer anderen Perspektive und hält die Unterdrückung erstaunlicherweise sogar für schädlich: "Vorausgeschickt werden muss, dass es Unsinn ist, einen bestehenden Juckreiz oder Ausschlag mit allen Mitteln zu bekämpfen, da man auf diese Art und Weise dem Organismus die notwendige Möglichkeit nimmt, sein Unbehagen, sein inneres Leiden in dieser Form auszudrücken.

Werden diese wichtigen, wenn auch offensichtlich lästigen Signale des Körpers radikal und ohne Verständnis für deren Auftreten unterdrückt, zieht sich das Leiden mit der Zeit wieder nach innen zurück und versucht später an anderer Stelle, dafür umso heftiger und dramatischer, auf sich aufmerksam zu machen. "

Der Naturheilkundler geht davon aus, dass Cortison die Selbstheilungskräfte des Körpers unterdrückt. Antibiotika stellen seiner Meinung nach auch keine geeignete Alternative dar: Angeblich stören sie die Darmschleimhaut und schädigen die Darmflora, was sich wiederum negativ auf die Entwicklung von Hautkrankheiten auswirkt. Vor einer Therapie müsse erst einmal geklärt werden, durch welchen Auslöser der Hautausschlag überhaupt verursacht wird. Ist die Ursache nicht genau einzugrenzen (was vermutlich in 90 Prozent der Erkrankungen der Fall ist), greift man auf ein altbewährtes Maßnahmen-Repertoire zurück:


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Der BehandIungsplan

"Will man dem Allergiker umfassend helfen und seine Krankheit von Grund auf heilen, wird neben dem genauen Studium der Psyche ein multifaktorieller, also vielschichtiger Behandlungsplan unumgänglich sein", versichert Dr. med. vet. Wolfgang Becvar. Es sei überaus wichtig, dem Patienten sein individuelles Konfliktthema bewusst zu machen und seine Akzeptanzbereitschaft gegenüber dem Allergen schrittweise zu erhöhen. Es geht folglich darum, tiefenpsychologische Probleme an die Oberfläche zu holen, um sie dort effektiv zu bekämpfen. Der Naturheilkundler empfiehlt, Noxen, die das Allergiengeschehen auslösen oder verstärken, konsequent zu meiden. Dies wird so lange praktiziert, bis die Intoleranzzeichen abklingen.

Für den Katzenhalter kann dies bedeuten, dass er seinen Stubentiger auf ein anderes Futter umstellen muss (eventuell rät der Tierarzt zu einer gezielten Auslassdiät') oder sich über die sozialen und gesellschaftlichen' Verhältnisse seines Haustieres klar werden sollte. Ferner gilt es, alle Faktoren zu meiden, die den Organismus der Katze zusätzlich belasten könnten. Hierzu zählen Medikamente, Stress und Umweltgifte. Nur so kann das angeschlagene Immunsystem, wieder normalisiert und vor allem stabilisiert werden. Ruhe und Harmonie stärken die körpereigenen Abwehrkräfte des Vierbeiners.

Fallbeispiel

"Die zehnjährige Katze Minka' lebt in langjähriger Wohngemeinschaft mit einer alten Dame, die seit vier Jahren verwitwet ist. Nach dem Tode ihres Mannes hat sich die Dame von all ihren früheren Freunden und Bekannten zurück gezogen und trauert beharrlich ihrer besseren Hälfte nach. Minka' geriet dadurch, sozusagen ersatzweise, in die Rolle eines stets verfügbaren Ansprechpartners und wurde deshalb mit all der Liebe überhäuft, die früher dem Ehemann galt. Als Wohnungskatze blieben der sehr geduldigen Minka' nicht viele Möglichkeiten, sich diesem Überangebot an Zuwendung zu entziehen. Mangels anderer Empfänger wurde Minka' von Liebe regelrecht erdrückt. Der eingeschränkte Freiraum, der ihr noch blieb, behinderte sie zusehends an der Atmung. Minka' bekam Asthma mit teils heftigen Symptomen, die in aufsehenserregenden Erstickungsanfällen - vornehmlich nachts und während nebeliger Herbsttage gipfelten. Das hatte wiederum zur Folge, dass sich die alte Dame noch mehr um,Minka' kümmerte, so dass Minka' schließlich nur noch ergeben dahinkümmerte. "

Hilfe für Minka

Es liegt auf der Hand, in welche Richtung ein Lösungsansatz gehen muss, An erster Stelle gilt es, der alten Dame begreiflich zu machen, dass sie ihre überschwängliche Liebe nicht hemmungslos über ihrem Haustier ausschütten darf. Dies ist natürlich nicht ganz einfach, weil hinter dem Handeln der tierlieben Rentnerin keinerlei böse Absichten stehen. Sie ist davon überzeugt, ihrem Stubentiger etwas Gutes zu tun. ,Minka' benötigt viel mehr eigenen Freiraum, der ihr die Gelegenheit gibt, sich frei zu entfalten. Ansonsten droht sie, an einem Übermaß an Liebe zu ersticken. Becvar denkt sogar darüber nach, die Katze an eine Leine zu gewöhnen und mit ihr regelmäßig Spaziergänge im Park zu machen, damit sie frische Luft und mehr Bewegung bekommt. Außerdem rät der Naturheilkundler zu folgender naturheilkundlicher Behandlung:

-Alle 14 Tage erhält Minka' das homöopathische Konstitutionsmittel Calcium Carbonicum D200. Die naturheilkundliche Arznei soll der Katze helfen, ihre unterdrückte Persönlichkeit freier zu entfalten.

-Laurocerasus D4 beruhigt die angegriffenen Schleimhäute der Bronchien und bringt den beeinträchtigten Lungenkreislauf in Schwung.

-Jeden zweiten Tag verabreicht man ,Minka' 1/4 Ampulle Citrokehl. Dies soll die Lungenfunktion nachhaltig verbessern.


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Auch die Bach-Blüten-Therapie kann Minkas' Beschwerden lindern. Sie unterstützt die aktive Aufarbeitung des Allergieproblems. "Ihre feinen Schwingungen sind dazu in der Lage, das individuelle Toleranzgeschehen zu modulieren und so auch das Immunsystem zu stabilisieren", versichert Dr. med. vet, Wolfgang Becvar.

* Beech soll die allgemeine Toleranzschwelle erhöhen und dazu beitragen, dass überschwängliche Emotionsbekundungen vonseiten des Besitzers mit mehr Gelassenheit ertragen werden.

* Crab Apple hilft bei der Befreiung und Reinigung. Gleichzeitig werden Schuldgefühle unterdrückt.

* Impatiens vermag die aufgebrachte Psyche zu besänftigen.

* White Chestnut löst angeblich althergebrachte Verhaltensmuster nachhaltig auf und verhilft dem Individuum zu einer neuen Sichtweise. Im Fall von Minka' empfiehlt Dr. med. vet. Wolfgang Becvar, drei bis viermal täglich zwei Tropfen dieser Mischung zu verabreichen.


Weitere Therapieansätze

* Da auch die Normalisierung des Allergiegeschehens und die gezielte Aktivierung der Enzymtätigkeit wichtige Faktoren einer baldigen Genesung sind, sollte Minka', laut Becvar, jeden zweiten Tag 1/4 Ampulle Coenzyme und dreimal täglich einen Teelöffel Terrakraft erhalten.

*Auch Zink scheint für den Toleranzprozess wichtig zu sein. Deshalb rät der Naturheilkundler, Minka' dreimal täglich 1/4 Tablette (Zink-Orotat) zu geben. Wenn zusätzlich die Vitamin C und B12-Zufuhr erhöht werden, wird die Normalisierung des allergischen Prozesses offensichtlich zusätzlich gefördert.

* Auch die Lichttherapie kommt im Rahmen der Allergiebehandlung zum Einsatz: Bestrahlungen mit Gelblicht (vormittags) und violettem Licht (nachmittags) scheinen allergischen Katzen gut zu tun.

* Reiki über dem Scheitelchakra soll ebenfalls gute Dienste leisten. Wenn es über dem Bauchchakra angewendet wird, vermag es angeblich desensibilisierend zu wirken.

* Aus dem Bereich der Musiktherapie kommen die Kompositionen R. Schumanns zum Einsatz, weil sie manche Stubentiger versöhnlich zu stimmen scheinen.

* Die Magnetfeldtherapie soll helfen, sensibilisierte Körperzellen in ihren ursprünglichen Schwingungszustand zurück zu versetzen.

* Auch die umstrittene Bioresonanztherapie wird von Dr. med. vet. Wolfgang Becvar in Erwägung gezogen: "Die Bioresonanztherapie hilft dem Allergiker, den Weg zurück in sein harmonisch und neutral schwingendes morphogenetisches Feld zu finden", so der Naturheilkundler.


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Hilfe bei Insektenstichen

Wird eine allergische Reaktion nachweislich durch Insektenstiche hervorgerufen, rät Becvar zu folgendem Behandlungsplan:

- Die Katze erhält mehrmals täglich die homöopathische Arznei Apis D6 und "Rescue-Remedy" (Notfall-Tropfen).

- Die Notfall-Tropfen können nach Bedarf auch äußerlich aufgebracht werden.

- Für die Nachbehandlung empfehlen sich die Notfall-Creme und Ringelblumentinktur (in der Verdünnung 1:5).Auch Ringelblumensalbe und Traumeelsalbe haben sich als hilfreich erwiesen.

- Wurde die Katze von Stechmücken und Bremsen traktiert, greift der Katzenhalter zu Ledum D 6 (mehrmals täglich verabreichen) und Ledum-Tinktur (1:10 verdünnt äußerlich anwenden).

Entfernung des Stachels

Steckt in der Einstichstelle ein Stachel, muss er vorsichtig entfernt werden. Gehen Sie hierbei folgendermaßen vor: ,Als Erstes überprüft man, ob tatsächlich ein Stachel in der Haut des Stubentigers steckt. Wurde die Katze von einer Biene heimgesucht, ist das meistens der FalL Bienenstachel verfügen über Widerhaken, die gewährleisten, dass der Stachel in der Haut des Vierbeiners stecken bleibt. Manchmal hängt die gesamte Giftblase der Biene mit am Stachel. Der Stachel kann vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Man sollte sie möglichst nahe an der Haut der Katze ansetzen und den Stachel sicher umfassen, bevor man ihn gefühlvoll herauszieht. Bleibt ein Stück in der Haut zurück, besteht Infektionsgefahr. Man darf keinesfalls versuchen, den Stachel mithilfe der Hände herauszudrücken, weil hierbei die Gefahr besteht, dass noch mehr Bienengift in den Kürper des Stubentigers eindringt.

Kein Risiko eingehen!

In der Regel geht ein Insektenstich glimpflich ab. Wurde der Stachel sorgfältig entfernt und die Stichstelle fachmännisch versorgt, ist eigentlich nicht mit Spätfolgen zu rechnen. Dennoch kann es bei besonders empfindlichen Katzen vorkommen, dass die Stichstelle nicht von allein abheilt. Schwillt sie über alle Maßen an, ist heiß oder eitert, sollte man umgehend einen Tierarzt konsultieren, damit er eine gezielte Behandlung einleitet.Ansonsten besteht die Gefahr einer fiebrigen Infektion und selbst eine Blutvergiftung ist nicht auszuschließen.


Es gibt keine allgemein gültige Lösung

"Natürlich gibt es keine einheitliche, allgemein gültige Allergietherapie; dazu sind die Auslöser viel zu komplex. An dieser Stelle soll es uns genügen, eine Art Basistherapie vorzuschlagen, um die herum sich dann im individuellen Falle weitere gezielte Maßnahmen -welcher Natur auch immer -zu gruppieren haben. Zur besseren Orientierung mag uns praktisches Fallbeispiel oben dienen.

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